Wasserleitungen im Altbau: Austausch oder Sanierung?

Die Wasserleitungen im Altbau bereiten vielen Hausbesitzern Kopfzerbrechen. Vergilbtes Wasser aus dem Hahn, feuchte Flecken an der Wand oder ein ungewöhnlich hoher Wasserverbrauch sind nur einige Anzeichen dafür, dass mit den alten Rohren etwas nicht stimmt. Doch was tun, wenn die Leitungen in die Jahre gekommen sind? Die Entscheidung zwischen Sanierung und komplettem Austausch hängt von vielen Faktoren ab. Wir von Altbausanierung Goas kennen die Herausforderungen bei Sanitärarbeiten im Altbau aus langjähriger Erfahrung. Ob im Rahmen einer umfassenden Altbausanierung oder bei der Badsanierung im Altbau – wir zeigen Ihnen, welche Lösung für Ihre Situation am besten geeignet ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Alte Wasserleitungen aus Blei oder verzinktem Stahl sollten aus gesundheitlichen Gründen zeitnah erneuert werden.
  • Eine Rohrinnensanierung ist oft kostengünstiger und schneller als der komplette Austausch der Rohre.
  • Moderne Materialien wie Kupfer, Kunststoff oder Edelstahl bieten eine deutlich längere Lebensdauer als alte Leitungen.
  • Die Kosten für eine Rohrsanierung im Altbau variieren je nach Methode zwischen 50 und 200 Euro pro Meter.

Typische Probleme alter Wasserleitungen

Viele Altbauten in Münster wurden mit Rohrmaterialien ausgestattet, die heute nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen. Besonders Bleirohre und verzinkte Stahlrohre verursachen häufig Probleme. Bleirohre wurden bis in die 1970er Jahre verbaut und geben gesundheitsschädliche Stoffe ins Trinkwasser ab. Verzinkte Stahlrohre neigen nach einigen Jahrzehnten zur Korrosion, was zu Ablagerungen und vermindertem Wasserdruck führt.

Die häufigsten Probleme bei alten Leitungen zeigen sich durch:

  • Verfärbtes oder trübes Wasser: Deutet auf Rost und Ablagerungen in den Rohren hin.
  • Druckverlust: Verengte Leitungen durch Kalkablagerungen reduzieren den Wasserdruck spürbar.
  • Undichte Stellen: Korrosion schwächt die Rohre und führt zu Leckagen.
  • Erhöhte Schadstoffbelastung: Alte Materialien können Schwermetalle ins Trinkwasser abgeben.

Ein weiteres Problem ist die Wasserqualität, die durch veraltete Rohre erheblich leiden kann. Besonders in Häusern, die vor 1973 gebaut wurden, sollten Sie das Trinkwasser überprüfen lassen. Eine Wasseranalyse gibt Aufschluss darüber, ob die Grenzwerte für Schwermetalle überschritten werden und ob Handlungsbedarf besteht.


Sanierung oder Austausch: Die richtige Wahl treffen

Die Entscheidung zwischen Sanierung und Austausch hängt vom Zustand der vorhandenen Rohre ab. Eine Rohrinnensanierung eignet sich besonders dann, wenn die Leitungen noch eine stabile Außenhülle haben, aber innen durch Ablagerungen oder leichte Korrosion beeinträchtigt sind. Bei dieser Methode wird eine Kunstharzbeschichtung in die bestehenden Rohre eingezogen, die eine glatte Oberfläche schafft und die Leitungen von innen abdichtet.

Der komplette Austausch der Wasserleitungen ist notwendig, wenn die Rohre stark korrodiert sind, aus gesundheitsschädlichem Material bestehen oder bereits Leckagen aufweisen. Diese Lösung ist zwar aufwendiger, bietet aber den Vorteil, dass Sie komplett neue Leitungen mit modernen Materialien erhalten, die mindestens 50 Jahre halten.

Zur richtigen Bewertung des Zustands empfehlen wir eine professionelle Inspektion mit einer Rohrkamera. So können wir genau feststellen, wo Schäden vorliegen und welche Maßnahmen erforderlich sind. Wir arbeiten mit modernster Technik, um Ihnen eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.

Vor- und Nachteile im Überblick

Die Rohrinnensanierung punktet mit geringeren Kosten, kürzerer Bauzeit und dem Erhalt der Bausubstanz, da keine Wände geöffnet werden müssen. Allerdings funktioniert diese Methode nicht bei stark beschädigten oder porösen Rohren. Der komplette Austausch bietet maximale Sicherheit und Langlebigkeit, erfordert aber mehr Zeit und höhere Investitionen. Zudem müssen Wände und Böden teilweise geöffnet werden, was zusätzlichen Aufwand bedeutet.


Moderne Alternativen für alte Leitungen

Wenn Sie sich für neue Wasserleitungen entscheiden, stehen verschiedene Materialien zur Auswahl. Kupferrohre sind der Klassiker und überzeugen durch Langlebigkeit von 50 bis 80 Jahren. Sie sind bakterienhemmend und hitzebeständig, allerdings auch teurer in der Anschaffung. Kunststoffrohre aus vernetztem Polyethylen sind leichter, günstiger und einfacher zu verlegen. Sie eignen sich besonders für Trinkwasserleitungen und haben eine Lebensdauer von etwa 50 Jahren.

Edelstahlrohre bieten die höchste Beständigkeit gegen Korrosion und sind besonders hygienisch. Sie werden vor allem in Bereichen eingesetzt, wo höchste Ansprüche an die Wasserqualität gestellt werden. Die Wahl des richtigen Materials hängt von Ihrem Budget, den baulichen Gegebenheiten und Ihren individuellen Anforderungen ab.

Innovative Sanierungsmethoden wie das Relining ermöglichen es, alte Rohre ohne großflächiges Aufstemmen zu erneuern. Bei diesem Verfahren wird ein flexibler Schlauch mit Kunstharz in das alte Rohr eingezogen und ausgehärtet. Das Ergebnis ist eine nahtlose Innenbeschichtung, die die Leitungen wieder voll funktionsfähig macht. Diese Rohrinnensanierung spart Zeit, reduziert den Schmutz und schont die Bausubstanz erheblich.


Kosten und Zeitaufwand im Vergleich

Die Kosten einer Rohrsanierung im Altbau variieren je nach gewählter Methode und Umfang der Arbeiten. Eine Rohrinnensanierung kostet durchschnittlich 50 bis 100 Euro pro Meter Leitung. Der komplette Austausch der Rohre liegt bei 100 bis 200 Euro pro Meter, kann aber bei schwierigen baulichen Verhältnissen auch höher ausfallen. Hinzu kommen Kosten für das Öffnen und Verschließen von Wänden sowie für eventuelle Malerarbeiten.

Der zeitliche Aufwand unterscheidet sich ebenfalls deutlich. Eine Rohrinnensanierung ist oft innerhalb weniger Tage abgeschlossen, während ein kompletter Austausch je nach Größe des Objekts eine bis mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann. Gerade bei bewohnten Objekten ist dies ein wichtiger Faktor, da die Wasserversorgung während der Arbeiten eingeschränkt sein kann.

Für Sanierungsprojekte gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten. Die KfW-Bank bietet beispielsweise zinsgünstige Kredite für energetische Sanierungen, zu denen auch der Austausch alter Leitungen gehören kann. Auch kommunale Förderprogramme unterstützen Hausbesitzer bei der Modernisierung ihrer Immobilien. Wir beraten Sie gerne zu den aktuellen Fördermöglichkeiten für Ihr Projekt.


Zusammenfassung und Fazit

Die Entscheidung zwischen Sanierung und Austausch alter Wasserleitungen im Altbau sollte nicht leichtfertig getroffen werden. Während eine Rohrinnensanierung bei gut erhaltenen Rohren eine wirtschaftliche Lösung darstellt, ist der komplette Austausch bei stark beschädigten oder gesundheitsgefährdenden Leitungen die sicherere Wahl. Moderne Materialien wie Kupfer, Kunststoff oder Edelstahl garantieren eine lange Lebensdauer und einwandfreie Wasserqualität.

Als erfahrene Spezialisten für Altbauten bieten wir von Altbausanierung Goas alle Leistungen aus einer Hand. Wir analysieren den Zustand Ihrer Rohre, beraten Sie umfassend zu den Methoden und setzen die gewählte Lösung professionell um. So stellen wir sicher, dass Ihre Wasserleitungen auch in den kommenden Jahrzehnten zuverlässig funktionieren.